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18. März Musikakademie, 19:30 Uhr
Ferenc Kiss: Könige, Heilige, Helden
Weltmusik-Konzert zu Ehren der Hunyadis Mit: Szilvia Bognár, Katalin Juhász, Katalin Szvorák / ének, Ferenc Kiss und Musikgesellschaft Etnofon, Mihály Borbély / Blasinstrumente, István Rumen Csörsz / historische Instrumente, Dániel Szabó / Zymbal, Géza Orczi / Schlaginstrumente Ton: Mazura János Ratgeber: Dr. Katalin Juhász, János P. Vas, Zoltán G. Szabó (Folkloristik), István Rumen Csörsz (historische Musik) Ich glaube, Schätze, Wissen und Prunk, was das Geschlecht der Hunyadis der ungarischen und universellen Kultur schenkten, kann von einem Komponisten dargestellt werden, in dem er den Folkloreschatz aus den tiefsten Winkeln der Archive, von den vergilbten Blättern der alten Sammlungen zu neuem Leben erweckt, bzw. mit Hilfe der Stimme unbekannter Sänger weiter leben lässt, vom Balkan bis nach Polen. Die Hunyadis lebten Jahrhunderte hindurch in der Folklore sowohl der bulgarischen, als auch der rumänischen, südslawischen Völker, aber sie waren auch in den ungarischen Märchen und Liedern präsent. Südlich von Ungarn werden in Heldenliedern mit archaischer Sprache die Taten des János Törekvő (Strebsamer Hans) mal als Janko Sibinjanin, mal als Jankula, Janko Ugrin, oder als Janko Vojvoda besungen. Über König Matthias gibt es auch nördlich von uns zahlreiche Märchen, Königslieder und Legenden. Von der heldenhaften Zeit der ungarischen Geschichte zeugen zahlreiche Reimchroniken (von Janus Pannonius über János Arany bis hin zu Gyula Juhász) sowie die Poesie der größten ungarischen Dichter. Um das Bild der Hunyadis herum, die als Ikonen gelten, dichtete der Surrealismus des Volkes den Zug des Heeres, das Falkern, das Läuten der Glocken, das Zupfen der Lauten, den Flug des Raben, die Verzierung der Krone. János, László und Mátyás (Matthias) Hunyadi sowie Erzsébet Szilágyi sind im Gedächtnis mehrerer Völker zu mythischen Helden geworden. Zum Glück wurden Balladen und Heldenlieder über sie von ungarischen Dichtern Jahrzehnte hindurch immer wieder magyarisiert, doch als Ergebnis langer Forschungstätigkeit konnte auch die ursprüngliche Form, samt dazugehörenden Melodien, wieder gefunden werden.
Mátyás (Matthias) wurde 1458 zum König gekrönt. Man kann sich vorstellen, in welcher seelischen Verfassung er seine Arbeit begann, Schwung ins Land zu bringen, nachdem er die erbarmungslose Hinrichtung seines Bruders mit ansehen musste. Der Gedanke von Wut, Verzweiflung und Rache, aber auch die Absicht zur Öffnung und Erneuerung kämpften in ihm; Unter dem Wappen mit dem Raben kämpfte er dauernd gegen die Türken, wobei er gleichzeitig die Kultur von Humanismus und Renaissance, die edelsten Errungenschaften der westlichen Kultur, nach Ungarn verpflanzte (wie eine Lilie in einen Steingarten). Als starker Staatsmann und Heeresführer organisierte er seine Schwarze Armee, doch gleichzeitig schrieb und las er außer dem damaligen ungarischen auch in lateinisch, griechisch, er sprach kroatisch, serbisch, polnisch und tschechisch und gründete die größte Bibliothek Europas, die Bibliotheca Corviniana. Anlässlich des 550. Jahrestages seiner Krönung gedenken wir in dem Programm Könige, Heilige, Helden (bestehend aus zwei Teilen) des großen Renaissance-Königs. Bei der Interpretierung der Weltmusik-Bearbeitungen leisten uns die besten Volksmusiker und Volksliedsänger aus dem Ausland, die authentischsten Künstler der Alten Musik aus Ungarn Hilfe. Auf diese Weise wollen wir all das Wissen authentisch präsentieren, dass sich im Donauraum über das Geschlecht der Hunyadis aufbewahrt hat. |
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